Mit dieser Frage kam Nikolaus Stemmer zu uns. Wieder haben wir unser HelloDigital Büro in einen Raum für ehrlichen Austausch verwandelt. Diesmal für die Frage, was mit Websites passiert, wenn KI zunehmend das Suchen und Antworten übernimmt.
Am Mikrofon: Nikolaus Stemmer, freier UX/CX Director, Researcher und Speaker aus Berlin. Seit mehr als 25 Jahren gestaltet er Screens, Pixel und Seiten und fragt heute, ob davon noch alles zählt.
Von der Destination zur Quelle
Seine These: Deine Website wird zur Quelle und verblasst als Ziel. Erst waren wir im Netz unterwegs und Browser waren unsere Navigatoren. Dann kamen die Inhalte zu uns, zugeschnitten auf Plattform und Kontext. Heute sprechen Sprachmodelle mit uns und holen sich ihre Inhalte von Websites. Dabei, so Nikolaus, tauschen wir Vertrauensstandards gegen Bequemlichkeit.
Es geht nicht um bessere Pixel
Der Wandel dreht sich nicht darum, wie gut etwas aussieht, sondern darum, wer es erzeugt. Früher bauten Designerinnen und Designer die Seite, heute erzeugt die KI den Moment. Er stellte drei Ebenen eines digitalen Produkts vor: den Ausdruck, den die KI liefert, das Signal, in dem die Marke lebt, und die Semantik, das Fundament, mit dem die meisten Teams noch gar nicht begonnen haben.
Verantwortung bleibt bei uns
Wenn die Oberfläche von einer KI kommt, entscheidet die Grundlage darüber, ob das Ergebnis gut ist: Was bedeuten unsere Inhalte und wie klar sind sie aufgebaut? Das ist Aufgabe der Gestalterinnen und Gestalter und damit eine Frage der Verantwortung. Oder, wie er es formulierte: Wenn du das nicht hinterlegst, woher soll eine KI es wissen?
Und was tritt an die Stelle der Seite?
Vier Formate stellt er vor und eines davon ist ausgerechnet nicht digital. Welche das sind, zeigt er am besten selbst:
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