Wir haben das HelloDigital Büro wieder in einen Ort für echte Klartext-Debatten verwandelt. Diesmal auf der Bühne: Johannes Kleske, Zukunftsforscher und Host des Follow-the-Rabbit-Podcasts. Im Gepäck hatte er eine unbequeme Beobachtung: Drei Jahre nach dem ChatGPT-Moment produzieren wir dank KI mehr Output als je zuvor. Aber wir arbeiten auch mehr als je zuvor. Und fragen uns nebenbei, ob das alles noch Sinn ergibt.
KI als Kontrastmittel
Johannes' schärfste These des Abends: KI ist kein Auslöser, KI ist ein Kontrastmittel. Sie macht die Probleme sichtbar, die in unseren Organisationen schon längst da waren. Überlastete Prozesse, zu viele Entscheidungen in zu wenig Zeit, das Gefühl, ständig hinterherzulaufen. KI beschleunigt sie nur und macht sie damit unübersehbar.
Das erklärt das große Paradox unserer Arbeitswelt: Die Erzählung ist, dass KI uns Arbeit abnimmt. Die Realität ist, dass die Menschen, die am intensivsten mit KI arbeiten, am meisten arbeiten. Wir produzieren nicht mehr selbst, wir beaufsichtigen Maschinen, die produzieren. Und genau diese ständige Aufsicht ist eine eigene Form von Erschöpfung.
Meaning Making: Die menschliche Superkraft
Algorithmen können rechnen, strukturieren, Texte und Code produzieren. Was sie nicht können: subjektive Entscheidungen treffen, Relevanz spüren, Werturteile fällen. Genau das ist Meaning Making und die entscheidende menschliche Fähigkeit in der Zusammenarbeit mit KI.
Bei HelloDigital glauben wir fest daran: Befähigung schlägt Abhängigkeit. Johannes hat genau das bekräftigt, mit konkreten Beispielen aus seinem eigenen Arbeitsalltag, aus seinen Versuchen und aus seinen Sackgassen.
Wir nehmen die Tiefe von Johannes' Ansatz hier bewusst nicht vorweg. Seine Praxisbeispiele, sein taktisches Playbook für die Arbeit mit KI und die unbequemen Fragen an Führungskräfte entfalten ihre Wirkung erst, wenn man sie selbst hört.
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